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Porsche Engineering entwickelt mit Hilfe von Game Engines das Fahrzeug der ZukunftTools aus der Computerspiel-Branche bewähren sich in der Fahrzeugentwicklung

Weissach/Cluj-Napoca. Mit zunehmender Komplexität und steigenden Anforderungen an automatisierte Fahrsysteme werden innovative Testlösungen für die weitere Fahrzeugentwicklung immer wichtiger. Deshalb setzt Porsche Engineering Romania, lokale Tochtergesellschaft des global tätigen Ingenieurdienstleisters Porsche Engineering Group GmbH, Game Engines ein, um die für das Training von Fahrerassistenzsystemen notwendige virtuelle Umgebung nachzubilden. Das verkürzt die Entwicklungszeit, spart Kosten und macht Mobilität sicherer.

Die Algorithmen von Fahrerassistenzsystemen (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) benötigen viel Training und Absicherung. Sie müssen beispielsweise auf etlichen Testkilometern lernen, anhand von unterschiedlichen Sensoren eine Verkehrssituation blitzschnell zu erfassen und angemessen zu reagieren. Dazu wären sehr viele reale Testfahrten erforderlich – und längst nicht jedes zum Training notwendige Ereignis würde dabei auftreten.

„Deshalb machen wir nicht nur reale Testfahrten, sondern verlegen das Training auch in die virtuelle Welt", sagt Marius Mihailovici, Geschäftsführer von Porsche Engineering Romania. „Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Game Engines kann auf diese Weise jedes Szenario und jede Eventualität durchgespielt werden – auch solche, die man aus Sicherheitsgründen real nicht proben kann: Der Vordermann bremst überraschend, ein Tier springt auf die Fahrbahn.“ Game Engines sind Softwarepakete, die Konstrukteuren und Ingenieuren helfen, digitale Welten sehr schnell und effizient zu erschaffen.

Die mithilfe von Game Engines simulierten Fahrten haben den Vorteil, dass sie sich beliebig oft wiederholen lassen und bis ins Kleinste kontrollierbar sind. Außerdem brauchen sie weniger Zeit als echte – denn was in der Realität Stunden dauert, lässt sich hier auf Sekunden reduzieren.

Mit diesen neuen Testmethoden halten auch neue Typen von Entwicklern Einzug in die Automobilindustrie: Softwareentwickler mit Gaming-Hintergrund und Automotive-Verständnis prägen die Zukunft der Mobilität ebenso wie KI-Experten und Maschinenbau-Ingenieure. „An jedem Projekt ist ein vollständiges Team aus verschiedenen Software- und Gaming-Experten beteiligt“, ergänzt Tudor Ziman, Leiter Funktionale Softwareentwicklung bei Porsche Engineering Romania. „Sie stellen sicher, dass die Systeme auch das tun, was sie tun sollen: nämlich eine sicherere Mobilität für die Zukunft entwickeln.“

Da der Trend in der Automobilindustrie eindeutig in Richtung Elektromobilität geht und die Bedeutung fortschrittlicher Technologien zunimmt, wächst die Nachfrage nach dem Dienstleistungs- und Technologieportfolio von Porsche Engineering Romania stetig. Insbesondere die Anzahl der Projekte in den Bereichen virtuelles Testen, Software- und Funktionsentwicklung und automatisiertes Fahren wird voraussichtlich weiter steigen.

Porsche Engineering Romania SRL

Porsche Engineering Romania SRL wurde im Jahr 2016 in Cluj-Napoca gegründet. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Porsche Engineering Group GmbH ist das Unternehmen fest in das globale Netzwerk von Porsche Engineering integriert, das neben den deutschen Standorten in Weissach, Bietigheim-Bissingen, Wolfsburg und Leipzig die Niederlassungen Prag, Ostrava (beide Tschechische Republik), Shanghai (China) und Nardò (Italien) umfasst. Der Fokus von Porsche Engineering Romania SRL liegt auf der Software- und Funktionsentwicklung und ist dabei immer stark verknüpft mit der Gesamtfahrzeugentwicklung.

01.12.2020

Fotos stehen akkreditierten Journalisten auf der Porsche Pressedatenbank unter der Internet-Adresse http://presse.porsche.de zur Verfügung.