Porsche - Historie

Historie

Am 1. Juli 1975 öffnete das Testgelände in Nardò seine Pforten für die Automobilindustrie. Von seinen Anfängen mit drei Teststrecken und einer Werkstatt entwickelte sich die Anlage bald zu einem der größten Fahrzeugtestgelände der Welt mit über 20 Teststrecken und vielen weiteren Einrichtungen.

2015 - Das Prüf- und Testgelände feiert 40-jähriges Jubiläum

Das Nardò Technical Center präsentiert sich zu seinem 40. Geburtstag frischer und dynamischer denn je; der Asphalt auf der LKW-Ringstrecke und LKW-Dynamikfläche ist erneuert und zudem werden die hohen Sicherheitsstandards des Geländes weiter verbessert. Es wird intensiv in die Rettungsinfrastruktur inklusive neuer Fahrzeuge investiert. Aber damit hört die Weiterentwicklung längst nicht auf: für die kommenden Jahre existieren bereits umfangreiche Planungen hinsichtlich Ausbau und Neuerungen, um auch in Zukunft die Kundenbedürfnissen stets vollumfänglich zu erfüllen.

2012 - Porsche Engineering übernimmt das Nardò Technical Center

Im Mai 2012 übernimmt Porsche Engineering, die Ingenieursdienstleistungstochter der Porsche AG, das Nardò Technical Center. Mit über 80 Jahren Erfahrung im Bereich der Entwicklungsdienstleistungen – sowohl für die Automobilindustrie als auch für andere Branchen – erweitert das Testzentrum im Süden Italiens das Leistungsportfolio von Porsche Engineering in optimaler Weise.

2008 - Eröffnung Handling Track

Am 5. Juni 2008 wird feierlich die neue Handling Strecke eingeweiht. Der dem Nürburgring nachempfundene Dynamikkurs mit 16 Kurven und einer Geraden auf einer Länge von 6,2 km bietet stellenweise vom Steuer aus sogar Sicht auf den Golf von Tarent (Jonisches Meer). Der Handling Track ist von der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) anerkannt und bietet optimale Bedingungen zur Fahrdynamik-Erprobung.

2002 - Weitere Teststrecken zur Erprobung von Fahrkomfort und Geräuschentwicklung

Eine wichtige Erweiterung des Testgeländes sind die im Jahr 2002 eröffneten Strecken mit Spezial-Belägen. Auf einer Länge von 1,15 km werden auf 8 m Breite, sechs unterschiedliche Beläge zur optimalen Erprobung des Fahrzeugkomforts verlegt. Weitere Neuerung: der sogenannte Noise Track mit Spezial-Belag zur Messung des Vorbeifahrtgeräusches.

2000 - Bau von zusätzlichen Werkstattgebäuden

Um den stetig steigenden Kundenzahlen gerecht zu werden, baut Prototipo im Jahr 2000 vier neue Werkstattgebäude. Die damit neu geschaffene Werkstatt- und Bürofläche für Kunden beträgt insgesamt etwa 5000 m².

1999 - Übernahme durch Prototipo

Nach 24 Jahren Testgelände übernimmt die Prototipo Gruppe das Prüf- und Testgelände. Der im Jahr 1991 im Piemont gegründete Testing-Dienstleister baut mit dem Nardò Technical Center als zusätzliche Ressource sein Angebot an Prüfeinrichtungen deutlich aus.

1994 - Bertone Z.E.R.(Zero Emissions Record)

Geformt wie eine Zigarre, gerade mal schulterbreit, elektrisch betrieben und über 300 km/h schnell - die Idee für das besagte Fahrzeug hatte ein Student des Polytechnikum Mailand. Weiterentwickelt und umgesetzt wurde sie schließlich zusammen mit Bertone. 1994 brach er mit einer Geschwindigkeit von 303,977 km/h den Flying Kilometer-Rekord in Nardò.

1994 - Weltrekord mit schnellstem Erdgasfahrzeug durch Bugatti

Mit einer Geschwindigkeit von 344,7 km/h bricht der Bugatti EB110 Gt im Juli 1994 den Geschwindigkeits-Weltrekord, der mit straßenverkehrstauglichen Erdgasfahrzeugen erreicht wurde.

1980 - VW ARVW erreicht 6 Klassenbestmarken und 2 Weltrekorde

Über 5 m lang, mehr als 360 km/h schnell, nur 13,6 Liter Kraftstoffverbrauch auf 100 km bei Höchstgeschwindigkeit und Platz für nur eine Person: das ist der ARVW (Aerodynamik Research VW), der im September 1980 ganze sechs Klassenrekorde und zwei Weltrekorde in Sachen Geschwindigkeit auf der Strecke in Nardò aufstellte.

1980 - Verbesserung der Sicherheitsstandards

Mit der Installation von sogenannten Anti-Dozing-Bumps (Bodenwellen aus Stein als Streckenbegrenzung) am Rande des Rundkurses, sind die Sicherheitsstandards bereits 1980 auf sehr fortschrittlichem Niveau. Die „Bumps“ sorgen dafür, dass die Fahrer im Falle von Sekundenschlaf beim Abkommen von der Fahrbahn gewarnt werden. Auch in den Folgejahren wird das Thema Sicherheit kontinuierlich weiter vorangetrieben. Im Jahr 1990 wird auf dem Rundkurs das erste Unfall-Warnsystem eingerichtet, durch das alle Fahrer, die auf der Strecke fahren, im Falle von Gefahrensituationen gewarnt werden.

1979 - Mercedes-Benz stellt italienischen Höchstgeschwindig-keitsrekord auf

Mit einem 4.82 Liter-Biturbo-V8-Motor und einer Leistung von 373 kW (500 PS) bei 6200 U/min erreicht der Mercedes-Benz C111-IV die Geschwindigkeit von 404 km/h. Der Chefingenieur Hans Liebold fuhr die „fliegende Runde“ mit diesem Fahrzeug auf der Nardò Ringstrecke in 1:57 min.

1977 - Niki Lauda testet 6-rädrigen Formel 1-Ferrari

Der Ferrari 312 T2, den Niki Lauda am 13. März 1977 auf dem Rundkurs testet, ist ein einzigartiger Prototyp. Mit dem Ziel, die Aerodynamik dieses Fahrzeugs zu verbessern, wurde der Ferrari mit sechs Rädern ausgestattet - dabei wurden vier Vorderräder an der Hinterachse montiert.

01.07.1975 - Gründung des Testzentrums

Am 01.07.1975 wird das Testzentrum als "Gesellschaft für Automobilteststrecken Nardò" („Società Autopiste Sperimentale Nardò“) gegründet. Zu diesem Zeitpunkt existieren der Rundkurs mit Bahnen für PKWs und LKWs, die Dynamikfläche für PKWs sowie der Überwachungsturm.